„Niemand hat den BBC Tulln mit seinem Spielstil mehr geprägt als ich“

Wenn er über die Straßen der Blumenmetropole geht, fallen die Frauen reihenweise in Ohnmacht: Die Rede ist natürlich von Harald „Harry“ Smetana (50). Wie kein Zweiter auf Erfolg programmiert, ist Smetana ein „Hansdampf“ & Gipfelstürmer im sonst so flachen Tullnerfeld. Alles, was der Informatiker angreift, wird automatisch zu Gold. Doch wie macht der langjährige Schatzmeister des BBC das? Was ist sein Erfolgsgeheimnis? Das #InterviewdesMonats März lässt den cholerischen Kassier zu Wort kommen und klärt endgültig und letztendlich den MYTHOS HARALD SMETANA.

Frage: Liest man deine Vita, weiß man gar nicht wo man anfangen soll – ich versuche es trotzdem, und zwar ganz einfach: Seit wann beehrst du bereits den BBC?

Meinen ersten Schritt in die Annalen dieses Vereins habe ich 1977 mit meinem Beitritt getätigt, da war ich 10 Jahre alt. Mein erster Trainer damals war „Aury“ Wagner, langjähriger Obmann des BBC Tulln und er hat auch früher beim BBC-Stand auf der Gartenbaumesse die Schnitzel gemacht. Von damals sind nur noch Christian Kern und ich dabei.

Frage: Herr Kern hat ja viel Zeit jetzt, nun, da er nicht mehr Bundeskanzler ist…

Meine Karriere ist dann unter Peter Demmer als Trainer im Nachwuchs raketengleich gezündet. Niemand hat den BBC Tulln mit seinem Spielstil mehr geprägt als ich. Mit 16 Jahren stand dann schließlich mein Übertritt in die Herren 2 fest.

Frage: Wo du ja heute noch agierst…erzähl uns ein bisschen, wie eure heurige Saison verläuft.

An sich haben wir eine super Mannschaft, doch viele wichtigen Stützen sind in anderen Bereichen des Lebens schwer eingespannt: Spieler wie Patrick Schicho oder Nikola Tadic sind hochklassig, mit ihnen haben wir Mitte März die letzten beiden Spiele locker gewonnen. Trotzdem duellieren wir uns in diesem Frühjahr nur um die Plätze 7 bis 9 in der 2. Klasse, was angesichts der prinzipiell vorhandenen Qualität etwas schmerzlich ist. Auch die Verletzung von Alexander Schwager im Dezember hat weh getan, er fällt bis Sommer flach.

Frage: Nun bist du nicht nur Spieler, sondern auch Funktionär, genauer gesagt Kassier: Seit wann bist du in dieser Funktion?

(keucht überrascht) Seit 2010, obwohl die Arbeit nicht immer Spaß macht. Ich mache es, weil es gemacht werden muss. Ich wäre froh, abgelöst zu werden. Ein möglicher Bewerber muss definitiv vertrauenswürdig und ein langjähriges Mitglied beim BBC Tulln sein. Außerdem muss er mit beiden Beinen fest im Berufsleben stehen.

Frage: Was sind deine Hauptaufgaben als Kassier?

Meine zwei Aufgaben sind einerseits das Kassieren der Mitgliedsbeiträge und das Ansuchen um Förderungen bei der Gemeinde. Nicht alle Mitglieder zahlen pünktlich; manche vergessen oder der Erlagschein geht in der Post verloren. Die meisten zahlen jedoch innerhalb von zwei Wochen. Alles, was vor der Weihnachtsfeier überwiesen wird, ist okay (lacht schallend). Was ich merke, ist, dass viele am Anfang des Monats überweisen, wenn das Monatsgehalt ankommt. Der erste in der heurigen Saison war Peter Demmer, er hat in dem Moment eingezahlt, als er den Erlagschein erhalten hat.

Frage: Was passiert, wenn jemand nicht überweist?

Zuerst gibt es ein Erinnerungsmail, da bin ich klar in der Sache, aber nicht unfreundlich. Es gibt keine Mahngebühren und auch keine Unterschiede im Zahlungsverhalten zwischen den Teams. (kichert) An alle Mitglieder: Erforscht euer Gewissen und zahlt ein, falls ihr es noch nicht gemacht habt, es ist Ende März!

Frage: Hast du noch Ziele, die du mit dem BBC Tulln erreichen willst?

Als Kassier möchte ich in erster Linie natürlich, dass der Verein finanziell gesund ist und auf eigenen Beinen stehen kann. Da spielen uns die fantastischen Resultate der letzten BBC-Heurigen in die Karten. Außerdem wünsche ich mir, dass die Herren 2 weiterhin bestehen bleiben und die Herren 1 an alte Erfolge anknüpfen kann.

Frage: Wer sind deine sportlichen Vorbilder?

Früher waren es Kareem Abdul-Jabbar, später dann Michael Jordan. In den letzten Jahren hat mir Tim Duncan gefallen, momentan bin ich von Jakob Pöltl fasziniert.

Fragen: Nach 40 Jahren im Verein und im österreichischen Basketball – wer war die spannendste Persönlichkeit, die du im Zuge dessen kennenlernen durftest?

Menschlich faszinierend fand ich Mike Meloy. Leider durfte ich nicht viel Zeit mit ihm verbringen, er ist bereits verstorben. Dann natürlich Harry Bell: Er ist so ein netter Mensch, das ist unglaublich.

Frage: Was wünscht Du Dir für die kommenden Jahre?

Ich wünsche mir, dass die Herren 1 in die Landesliga aufsteigen und dass wir wieder mehr Jugendmannschaften und eine Damenmannschaft bleiben. Ansonsten soll der Verein so bleiben, wie er ist; ein Amateurverein eben. Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen!

Frage: Was sind deine letzten Worte?

Ich möchte mich für die großartige Social Media- und PR-Arbeit bedanken, die geleistet wird!

Harald Smetana (*29.05.1967 in Tulln an der Donau) ist IT-Fachmann und arbeitet bei IBM. Der Routinier im Herren 2-Dress wird von Vereinsmitgliedern für seine ruhige und umsichtige Art geschätzt.

 

 

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